Dienstag, 26. Mai 2015

Holunderblütensirup und Life-Work-Balance

Sie blühen so zart ... in den Gärten ... am Strassenrand ... sie duften so aromatisch ... Zeit die Schere zu schnappen und e-n-d-l-i-c-h Holunderblüten zu holen ... bevor sie verblühen.

Jedes Jahr auf's Neue mache ich mich mit meiner kleinen Zuckerperle in den Gärten von "Holunderblüten-für-die-Zuckerperlen-Stiftern" an die Büsche und knipse eine schöne Menge Dolden ab. Soviel zum ersten, sehr schönen Teil.

Zweiter Teil: Und jedes Jahr auf's Neue weiss ich das Rezept ... einfach nicht mehr. Finde es nicht in meinen Rezeptnotizen. Und dann heisst es wieder "in-etwa-improvisieren" und aus allen Web-Rezepten das Beste herauszuholen. Neben all den anderen Dingen, die der Alltag sonst zur Bewältigung bietet. Eigentlich kaum Zeit mehr für "so etwas", schliesslich sind nach dem Nachmittagsunterricht auch noch Hausaufgaben zu machen. Die Tage vergehen, Zack. Und seit zwei Tagen sudet der Sud mit den Holunderblüten auf der im Moment noch kühlen Terrasse. Nur nicht vergessen, dass er da steht. Dann wird's aber Zeit schnell zur Apotheke zu rasen und Zitronensäure zu holen. Und ja nicht die hübschen Flaschen aus der Migros vergessen. Bevor der Sud kippt ... ach, und wie steht's eigentlich mit den Zuckervorräten?

Und schliesslich kommt der dritte Teil, der wieder sehr schön ist. Denn dann stelle ich wieder fest, wie wunderbar es ist mit meiner Süssen in der Küche zu stehen und gemeinsam in den Töpfen zu rühren. Holunderblütensirup soll ausserdem den Stoffwechsel aktivieren, sanft entwässern, kreislaufstärkend sein und sogar gegen Blähungen helfen. Was will ich also mehr für meine "Life Work Balance"? Holunderblütensirup kochen! Und das Rezept hier auf meinem Blog festhalten, damit ich es nie wieder suchen muss.


HOLUNDERBLÜTENSIRUP

Rezept für 4 Liter

Zutaten:

Fünfzehn Holunderblütendolden
Eine Biozitrone
Drei Liter heisses Wasser
2100 Gramm Zucker
60 Gramm Zitronensäure

Flaschen nicht vergessen!





Die Holunderblütendolden sehr gut abschütteln (direkt beim Abschneiden vom Busch), die zarten Blüten von den grossen Zweigen trennen und in einen Topf geben. Die Bio-Zitrone in Scheiben schneiden und auf die Blüten legen. Dann mit 3 Liter kochendem Wasser übergiessen. Den Topf mit einem Deckel abdecken und zwei Tage auf der Terrasse (bei Temperaturen bis max. 15 Grad) stehen lassen. Sollten die Temperaturen bereits sehr warm sein, den Topf (nach Auskühlen) in den Kühlschrank stellen.

Die Flaschen ausspülen und samt Deckeln im 100 Grad heissen Ofen sterilisieren.

Anschliessend den Sud durch ein feines Sieb oder ein Küchentuch in einen anderen Topf giessen. Den Zucker und die Zitronensäure zum Sud geben, das Ganze aufkochen und etwa fünf Minuten sieden lassen. In die Flaschen abfüllen, Deckel fest verschliessen. Abkühlen lassen.

Der Sirup hält bei uns nicht lange - aber nur, weil wir viele Flaschen verschenken und nach Fertigstellung selber fast täglich die köstlichste Holunderblüten-Limetten-Pfefferminz-Limonade der Welt trinken:

HOLUNDERBLÜTEN-LIMETTEN-PFEFFERMINZ-LIMONADE

Zutaten:

Eine Biolimette auspressen (alternativ Biozitrone)
Ein Liter eiskaltes Wasser bereitstellen
20 Milliliter Holunderblüten-Sirup (oder mehr, oder weniger)
Fünf Pfefferminzblätter
Ein Glas Eiswürfel

In einem Krug die Pfefferminzblätter ein wenig zerdrücken (mit einem Kochlöffel - für's Aroma), Limettensaft und Holunderblüten-Sirup dazugeben, mit eiskaltem Wasser aufgiessen, Eiswürfel dazugeben.

Wer den Sirup nicht verschenkt und ihn nur schlückchenweise geniessen möchte, lagert die Flaschen im kühlen Keller. Dann hält sich der Sirup für knapp ein Jahr.

Süsse Grüsse, Marijana

Freitag, 8. Februar 2013

Dinner...4...2!

Es wird ja wieder soooo romantisch ... und Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen ... wollen wir uns also auch auf diesen besonderen Tag vorbereiten und ein kleines 3-Gänge-Menü kochen, das wir ein bisschen mit der Farbe der Liebe und ihren Schattierungen einfärben, um unsere/n Liebste/n zu überraschen.

Leicht vorzubereiten, leicht zu verdauen ... damit das Dessert nach dem Dessert auch noch Platz auf der Menükarte hat:

Zur Einstimmung muss es DER "Spumante die Merlot" von der Tenuta Bally & von Teufenstein sein. Prickelnd ... hellrosa ... superfein! Passend dazu einfach aus fertigem Blätterteig Herzchen ausstechen, mit etwas Eigelb bestreichen und dann mit geriebenem Parmesankäse oder schwarzen Sesamsamen oder Kümmel bestreuen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca. 8 Minuten goldgelb backen.

The Love-Salad
2 Personen



  • 150 g    Ruccolasalat
  • 1        kleiner Granatapfel
  • 12       Walnusskerne (halbiert)
  • 1        kleines Stück Peccorino
  • 6 EL     mildes Olivenöl
  • 3,5 EL   weißer Balsamicoessig
  • 1 Prise  Salz und Zucker

Den Ruccolasalat auf zwei Teller verteilen, die Granatapfelkerne und Walnüsse darüberstreuen, den Peccorino mit einem Sparschäler in breite Streifen schneiden und über dem Salat verteilen ... ready-4-2! Sowohl die Granatapfelkerne als auch die Walnüsse sollen aphrodisierend wirken ... Mal sehen!

Dazu passt besonders wunderbar ein richtig schön gekühlter "La Piana" von der Tenuta Bally & von Teufenstein.

Als Basis für unseren zweiten Gang nehmen wir einfach unsere DIY-Pasta, denn die/den Liebste/n mit hausgemachter Pasta zu verwöhnen ... das ist doch Mal was:

The Love-Pasta
2 Personen




Pastateig:

  • 75 g          Chnöpflimehl (Nudelgriess)
  • 125 g         Mehl
  • 2             frische Eier
  • 1/2 TL        Salz


Alle Zutaten mit dem Knethaken in der Küchenmaschine sehr gut vermengen, falls sich die Zutaten nicht verbinden sollten, einfach ein paar Tropfen Olivenöl hinzufügen. Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und für eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Danach mit dem Nudelholz dünn ausrollen, mit Mehl bestäuben, von der Seite her aufrollen und in feine Streifen schneiden.

Die Pasta wird zur "Love-Pasta" mit einer leckeren Sauce aus Feta, Roter Beete und Lammwürfelchen:

  • 1 Tasse        heisse Brühe (vom Gemüse oder Geflügel)
  • 3 EL           feines Olivenöl
  • 100 g          Feta, fein zerbröckelt
  • 1/2 Knolle     Rote Beete, fein gewürfelt
  • 2 EL           fein geschnittener Basilikum
  • 4              Lammkoteletts (oder 6)

Die Lammkotelette vom Knochen lösen und in feine Würfelchen schneiden. Pasta al dente kochen, abgiessen. In den gleichen, noch heissen Topf das Olivenöl geben und das fein gewürfelte Lammfleisch kurz scharf anbraten. Die Pasta wieder in den Topf geben und mit den restlichen Zutaten vermischen. Abschmecken.

Und als passenden Begleiter zur Love-Pasta suchen wir den rubinroten "Riserva Ernesto"aus, der nach dem Gründer der Tenuta Ernst Otto Bally benannt wurde. Perfekt! 

The Love-Dessert

Oh je, wer die Wahl hat, hat die Qual! Die Auswahl der Nachspeise ist für mich persönlich immer das schwierigste Thema ...  deshalb überlasse ich sie hiermit auch Euerem persönlichen Gusto. Und weil die Erdbeersaison noch in ferner Zukunft liegt, sind aufgetaute Himbeeren aus dem Eisfach ein super Ersatz:

Wird es also die Zitronen-Joghurt-Mousse 


oder entscheidet Ihr Euch für Sugarpearl's Cheese Cakes ?


Ich bin gespannt!!!

Süsse Grüsse, Euere Marijana





Samstag, 8. Dezember 2012

Mein kleiner Italiener

Ist eigentlich gar keiner ... aber mein Liebster verhält sich oft beim Autofahren wie so mancher temperamentvolle Italiener:

Er ist ein äusserst zackiger Fahrer, seinen Fuss drückt er gern sehr fest auf's Gaspedal, er überholt gerne auf Fahrspuren bei denen mir der Atem wegbleibt, rutscht mit grösster Freude auf eisglatten Fahrbahnen, und liebt es auch den Abstand zu anderen Fahrzeugen sehr klein zu halten. Und jedes Mal, wenn es dann bei der Fahrt wieder "zackig" wird, singen unser Zuckerperlchen und Ich unsere eigens für ihn komponierte Singular-Variante von Conny Froboess Lied.

Und erst seine Vorliebe für Florentiner! Die dürfen in der Weihnachtsbäckerei auf gar keinen Fall fehlen. Und sie passen bestens zu ihm: Auch sie "fahren" zackig schnell in den und aus dem Backofen, rutschen mit grösster Freude in 70%ige Schoggi, und schmecken so gut, dass einem fast der Atem wegbleibt:



Florentiner
Zutaten für ca. 35 Stück


copyright: Die Zuckerperle Zürich


  • 100 g   Butter
  • 80 g    Zucker
  • 1 EL    Honig
  • 2 EL    Sahne
  • 2 EL    Mehl
  • 1 Msp.  Bourbon Vanille
  • 80 g    geschälte gemahlene Mandeln
  • 100 g   Mandelblättchen
  • 2 EL    Mandelstifte
  • 100 g   70%ige Schokolade



Ofen auf 190 Grad vorheizen. 
Backzeit: ca. 8-10 Minuten, mittlere Schiene

Butter, Zucker, Honig und Sahne im Topf vorsichtig auf dem Herd schmelzen lassen. Dann das Mehl unterrühren und die Masse unter ständigem Rühren kurz aufkochen lassen. Topf vom Herd ziehen und die Mandeln, sowie die Vanille unterheben. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die Masse auf das Backpapier streichen, im Ofen auf mittlerer Schiene 8-10 Minuten goldbraunbacken. Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen (lauwarm sollten sie aber noch sein) und in kleine Quadrate schneiden. Anschließend eine Seite des Plätzchens in die dunkle, geschmolzene Schokolade tauchen.

Ein wunderschönes, nicht zu rasantes, 2tes Adventswochenende Allen!

Süsse Grüsse, Euere Marijana




Donnerstag, 19. April 2012

Frühlingsfrisch - Teil 1

Grün grün grün ... ist jetzt endlich unser Garten. Grün grün grün ... ist das was ich jetzt mag. Darum lieb' ich alles was so grün ist ...

Die Frühlingsfrische um mich herum macht mich sehr glücklich, noch ist sie zwar in den Startlöchern, aber eins ist sicher: Es wird immer besser und besser und bunter und bunter. Deshalb habe ich beschlossen eine frühlingsfrische Rezepteserie aufzuschalten.


Frühling auf dem Tisch heißt frischer Rhabarber, frische Morcheln und natürlich unbedingt auch frischer Spargel, den sogar unsere Tochter auf ihrem Tellerchen liebt. Sobald im Sortiment meines Gemüsehändlers europäischer! Spargel angeboten wird, kommt in meine Töpfe und Schüsselchen endlich wieder ein bißchen Abwechslung.



Hier mein neu erprobtes erfrischendes und leichtes Spargelrezept:


Exotischer Grüner Spargelsalat
Zutaten für 4 x Vorspeise oder 2 x Hauptgericht


copyright DieZuckerperle


1 kg     Grüner Spargel
1        Mango (mittelgroß)
1        Zwiebel (klein)
5        Blättchen frische Pfefferminze
100 g    Bio-Sprossen

Dressing


1        Limette, Saft

2 EL     Sesamöl (unbedingt das aus dem Asialaden)
2 EL     Sonnenblumenöl
4 EL     Reisessig

1 TL     Brauner Rohrzucker


1 Liter Wasser mit je einem Teelöffel Salz und Zucker in einer großen Pfanne aufkochen. Vom Spargel die Enden großzügig abschneiden, dann die Spargelstangen im Schrägschnitt in etwa 3 cm lange Stücke schneiden. Den Spargel in das kochende Wasser geben, 4 Minuten lang sprudelnd kochen, danach auf allerkleinster Stufe weitere 4 bis 6 Minuten bissfest garen (die Dauer hängt von der Dicke der Spargelstangen ab). Den Spargel in einem Sieb kalt abschrecken und abkühlen lassen.

Die Mango in kleine Würfel, die Pfefferminzblättchen in feine Streifen schneiden.Die Zwiebel ganz fein würfeln. Mit dem abgekühlten Spargel und allen anderen Zutaten in einer Schüssel sehr gut vermengen, abschmecken (je nach Gusto mehr Säure, mehr Würze ...) und im Kühlschrank für mindestens eine Stunde kühlstellen.

Auf 2-4 Tellern die Sprossen verteilen, den marinierten Spargel auf die Sprossen geben. Fertig ist eine frühlingsfrische Gaumenfreude. Guten Appetit!

Herzlichst, Marijana

Donnerstag, 5. April 2012

Der Osterfladen

Er darf bei unserem Osterfrühstück auf keinen Fall fehlen, sogar während dem Jahr landet er manchmal zum Sonntagsbrunch auf unserem Tisch.

Der Teig wird bereits am Vorabend geknetet, die Zutaten hat man fast immer vorrätig ... das Ganze ist wirklich sehr einfach vorzubereiten.

Osterfladen
Zutaten (1 großer oder 2 kleine Fladen)

copyright "Die Zuckerperle"


















165 ml   Milch
80 g     Butter
500 g    Mehl
2 EL     Zucker
4 EL     Rosinen (oder weniger, oder keine)
1/2 EL   Cointreau (oder Rum, muss aber auch nicht sein)
1/2      Vanilleschote - das ausgekratzte Mark
2        Eier (Größe M bzw. 53+ g)
1        Päckchen Trockenhefe(ca.10g) o.1/2 Frischhefewürfel
1        gute Prise Salz

8 EL     Puderzucker
3 EL     Mandelblättchen (hellbraun, ohne Fett geröstet)
1/2      Bio-Zitrone
         abgeriebene Schale für den Teig, Saft für die Glasur

Samstagabend:

Milch in einem Pfännchen aufwärmen (nicht kochen), die Butter darin schmelzen, auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Milch-Butter-Mischung und alle sonstigen Zutaten (außer Zitronensaft, Puderzucker, Mandelblättchen) so lange in der Küchenmaschine kneten, bis sich der Teig von der Schüssel löst.

In der gleichen Schüssel lassen, ein bißchen Mehl drüberstreuen, mit Frischhaltefolie überspannen und über Nacht in den Kühlschrank, dort geht er super auf (und man schmeckt die Hefe nicht zu intensiv).

Sonntagmorgen:

(benötigte Zeit ca. 1 Stunde plus 1 Stunde Abkühlzeit)

Den Teig mit ein wenig Mehl bestreuen, in der Küchenmaschine nochmals kurz durchkneten, in zwei runde flache Stücke teilen, und auf ein mit Backpapier ausgestattetes Blech legen. Mit dem Messer auf der Oberfläche ein Rautenmuster einschneiden. Mit Wasser bepinseln. 15 Minuten ruhen lassen, währenddessen den Ofen auf 170 Grad vorheizen.

Anschließend für ca. 45 Minuten in den Ofen schieben (mittlere Schiene, Ober/Unterhitze). Nach 10 Minuten mit ein wenig Milch einpinseln, dann nach weiteren 10 Minuten mit einem Blatt Backpapier abdecken (damit die Fladen nicht zu dunkel werden). Der Fertigtest mit dem Zahnstocher: Wenn kein Teig mehr am Holz klebt, ist es soweit.

Zitronensaft mit 8 EL Puderzucker mischen (das mache ich direkt in der Zitronenpresse, wer die Glasur dicker mag einfach mehr Puderzucker nehmen), die noch warmen Osterfladen mit der Glasur bestreichen und die Mandelblättchen drüberstreuen.

Eine Stunde Auskühlen lassen, servieren .... FROHE OSTERN !

Wenn Du am Sonntag doch lieber ausschlafen möchtest, dann darfst Du die Osterfladen auch am Samstagabend bereits backen und glasieren. Der Teig muss dann in etwa 1,5 Stunden auf das doppelte Volumen aufgehen. Sobald die Fladen abgekühlt sind, mit einem Baumwoll-Küchentuch abdecken, seitlich leicht einschlagen.

Herzliche Grüsse
Marijana

Donnerstag, 10. November 2011

DIY

Ganz ehrlich? Die Erleuchtung über die Bedeutung dieser drei magischen Buchstaben kam mir erst vor ein paar Wochen. Bis dahin schwebte ein großes Fragezeichen über meinem Kopf wenn ich sie sah: Was steht denn für "DIY", ist das eine Marke? Eine Community?

Dann machte es "blink" und ich erkannte wofür sie stehen:

DO IT YOURSELF.

Eine weitere Lebenseinstellung. Mensch bin ich lange auf der Leitung gestanden, dabei bin ich doch wirklich ein DIY-Typ. Bringen diese drei Buchstaben doch Spannung in den Alltag und vor allem ein Wohlgefühl im Bauch. Es gibt wirklich einfach nichts Besseres als Selbstgemachtes. Solange man Zeit dafür hat. Die sollte man sich ab und zu nehmen, zum Beispiel für

DIY-Pasta mit DIY-Kürbiskern-Pesto
4 Portionen (oder 8 Vorspeisenportionen)

Copyright dieZuckerperle

Pastateig:
150 g      Chnöfplimehl (Nudelgrieß)
250 g      Mehl
4          frische Eier
1 TL       Salz

Pesto:
100 g      Kürbiskerne
1          kleine Knoblauchzehe
1          Handvoll frische Basilikumblätter
80 g       geriebener Parmesankäse
200 ml     Sonnenblumenöl
1 Prise    Salz

Zuerst den Pastateig herstellen: Dazu alle Zutaten mit dem Knethaken in der Küchenmaschine sehr gut vermengen, falls sich die Zutaten nicht verbinden sollten, einfach ein paar Tropfen Olivenöl hinzufügen. Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

Copyright dieZuckerperle

In der Zwischenzeit die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten, abkühlen lassen. Kürbiskerne, Knoblauchzehe und Basilikumblätter im Zerkleinerer fein hacken. Dann in einer Schüssel mit dem Parmesankäse, Sonnenblumenöl und der Prise Salz vermischen. In Gläschen abfüllen (z. B. zwei Gläschen à 200 ml) und mit ein bisschen Sonnenblumenöl die Oberfläche abdecken.

Wir haben Zuhause den Pasta-Aufsatz für unsere heißgeliebte Kitchenaid. Damit werden zuerst dünne, lange Teigbänder gemacht die anschließend mit dem Tagliatelle-Aufsatz zu langen Bandnudeln werden. Die Tagliatelle sollten auf eine mit Mehl bestäubte Fläche gelegt werden. Wer keine Pastamaschine Zuhause hat, rollt den Teig einfach auf einer bemehlten Fläche mit dem Nudelholz dünn und rechteckig aus, rollt ihn auf (wie für Zimtschnecken) und schneidet ihn dann in feine Röllchen (etwa 1 cm breit).

Das DIY-Pesto in einer großen Pfanne leicht aufwärmen (je nach Vorliebe mehr oder weniger davon), die DIY-Pasta in sprudelnd kochendem, sehr gut gesalzenem Wasser (1 TL Salz pro Liter Wasser) bissfest garen (dauert etwa eine Minute, einfach probieren) und tropfnass direkt aus dem Kochtopf in die Pfanne zum Pesto geben. Mit Salz würzen, eventuell ein wenig Halbrahm hinzufügen und auf heissen Tellern servieren. Bitte ausreichend Parmesankäse darüber reiben!

Copyright dieZuckerperle
Dieses DIY-Gericht schmeckt einfach köstlich, und es geht wirklich leichter als man denkt. Und dann sitzt man da, genießt noch einen dunkelroten Hacienda Monasterio dazu und denkt sich ...... hmmmmmmmmm, haben wir selbst gemacht ....... hmmmmmmm

Herzliche Grüße!

Sonntag, 24. Juli 2011

Die Italienerin

Zwölf Tage lang konnte ich sie beobachten: "Die Italienerin".

Beim Einkaufen im Supermercato, in der Osteria, an der Piazza, auf dem Künstlermarkt in San Pantaleo. Ihre Haut schimmert selbstverständlich von Natur aus bronzefarben, sie ist immer todschick (egal ob im Megamini mit Stilettos oder in der Haremshose mit Zehensandalen), die Sonnenbrille thront grundsätzlich auf ihrer Nase (wahrscheinlich setzt sie sie nicht einmal im "bagno" ab). Während sie pausenlos plappert und beim gestikulieren ihre vielen bunten Armkettchen klimpern, bestellt sie ganz nebenbei "un caffè". Eine Augenweide.

Am Strand. Endlich. Erwischt!

Irgendwo muss doch das "Pane Carasau", die ganze Pizza und Pasta landen! Auch die superattraktive Italienierin ist eine Genießerin, der man es im Bikini ein bißchen ansieht. "La cena" ist gerettet und kann weiterhin mit größter Freude einverleibt werden!!!

Mein Pizzateig
reicht für 4 große, 8 mittlere Pizzen 

Copyright  dieZuckerperle


  • 1 kg     Weizenmehl
  • 1        Päckchen Backhefe (z. B. von VITAM, 11 g)
  • 125 ml   lauwarmes Leitungswasser
  • 1 Prise  Zucker
  • 3 TL     Salz (schwach gehäuft)
  • 6 EL     Olivenöl
  • 350 ml   Mineralwasser (mit Kohlensäure, Zimmertemperatur)


Das Mehl in eine große Schüssel geben, in der Mitte eine Mulde machen. Das lauwarme Leitungswasser (auf keinen Fall heiß!) in die Mulde gießen, die Backhefe und die Prise Zucker einstreuen und mit dem Wasser verrühren. 15 Minuten gehen lassen. Dann alle restlichen Zutaten hinzufügen und mit dem Knethaken der Küchenmaschine (oder des Handrührgerätes) solange kneten, bis sich der glatte Teig von der Schüssel löst. Falls nötig Löffelweise mehr Mineralwasser hinzufügen. In der Schüssel lassen, mit etwas Mehl bestäuben, einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort 60 Minuten gehen lassen.


Copyright  dieZuckerperle


Meine Lieblingsvarianten: Ausgewallten Teig mit Tomatensauce bestreichen (notfalls auch Mal Sauce aus dem Glas), mit ein wenig Olivenöl betröpfeln, mit viel geriebenem Käse bestreuen, bei 220 Grad (Ober-Unterhitze) etwa 10 Minuten knusprig backen. Dann mit frischem Ruccola und hauchdünnem Parmaschinken belegen. Oder als dünnes Pizzabrot einfach mit Olivenöl, Fleur de Sel, frischem Rosmarin und Salbeistreifen belegen und nach etwa 10 Minuten knusprig aus dem Ofen holen.

Sollte etwas vom Pizzateig übrigbleiben, dann zerteile ich den Teig in grössere Stücke und verpacke sie einzeln in großen Gefrierbeuteln (nicht dicht verpackt, sondern mit genügend "Luftraum", da der Teig noch aufgeht). Dann: Ab in den Kühlschrank (für max. 2 Tage) oder ins Tiefkühlfach (für max. 2 Monate).

Okay. Zugegeben. Es gab auch ab-und-zu die Italienerin mit Knackfigur am Strand. Mit ein paar Ausnahmen war es aber die, die sich noch nicht "La Mama" nennen darf :-)

Genüssliche Grüße!

Donnerstag, 23. Juni 2011

La Liaison

Sie verströmen einen besonderen, betörenden Sommerduft, strahlen uns mit ihren knalligen Farben vom Marktstand an und kullern direkt in unseren Einkaufskorb:

Frische französische Aprikosen, gelbe und weiße Pfirsiche! Nur ein Biss und es gibt garantiertes Gänsehautfeeling! Die superfeinen Härchen knirschen zart auf den Zähnen ... uuuuhhuuu. Persönlich kann ich sie nur verspeisen, wenn ich sie vorher halbiere, entkerne und in ihr Innerstes beiße, deshalb bevorzuge ich ihre "nackte" Schwester, die Nektarine. Am Besten schmeckt sie pur, unverfälscht. 

Trotzdem habe ich mir kürzlich zum Abschluss eines sehr gemütlichen Dinners erlaubt, sie mit der exotischen Kokosnuss zu verkuppeln. Prompt entflammte in unseren Gaumen "La Liaison" dieses Sommers:

Nektarinen-Kokos-Tarte
6-8 Personen

Copyright dieZuckerperle

  • 400 g    Mürbteig (selbstgemacht oder aus dem Kühlregal)
  • 4        große reife Nektarinen
  • 60 g     weiche Butter
  • 75 g     Kokosnussflocken
  • 75 g     Zucker
  • 1        Ei
  • 2 EL     Mehl

Den Backofen auf 220 Grad (Ober-Unter-Hitze) vorheizen.

Den Mürbteig zwischen zwei Backpapieren dünn ausrollen. Zwei kleine eckige oder eine große runde Tarteform (28 cm) ausbuttern, mit etwas Mehl und Zucker ausstreuen, anschließend mit dem Mürbteig auskleiden. Mit Backpapier und Hülsefrüchten belegen und im Ofen 10 Minuten lang blindbacken. Während dieser Zeit die weiche Butter mit den Kokosnussflocken, dem Zucker, Ei und Mehl zu einer cremigen Masse rühren. Die Nektarinen in dünne Scheiben schneiden. Nach den zehn Minuten die Form(en) aus dem Ofen nehmen, mit der Kokosmasse belegen, dann mit den Nektarinen fächerartig (nicht zu eng) bedecken. Die Ofentemperatur nun auf 200 Grad herunterschalten, dann die Tarte nochmals in den Ofen schieben und weitere 20 Minuten backen.

Alternativ können Sie Blätterteig nehmen, in diesem Fall muss die Tarte nicht blindgebacken werden: Einfach den Blätterteig in der Tarteform mehrfach mit einer Gabel einstechen, mit der Kokosmasse bestreichen und mit den Nektarinen belegen. Die Backzeit verkürzt sich bei 220 Grad auf ca. 20 Minuten.

Die Nektarinen-Kokos-Tarte wird zur Sucht mit einer Kugel Sauerrahmeis oder einem Klacks Crème Fraîche.

Sicherlich machen sich ihre Schwestern, die Aprikosen und Pfirsiche, ebenfalls prächtig auf dieser Tarte, und die zarthaarige Haut verschmilzt mit dem Saft und knirscht nicht mehr an den Zähnen ...

Herzlicher Gruß!

Die Zuckerperle Zürich - Neue Köstlichkeiten:
"Kuchen im Glas" - Deckel auf und genießen!







Dienstag, 7. Juni 2011

Die Verführung

Kann Salat sexy sein? Na aber Hallo, schließlich hat "the naked chef" ihn erfunden:  "The easiest sexiest salad in the world".

Verführt wurden wir von ihm - vom Salat - vor einigen Jahren bei Freunden, seither ist er im Sommer ein Dauerbrenner auf unseren Tellern. Feiner Büffelmozzarella, fruchtig süße Feigen, hauchdünner Parmaschinken und frisch gezupfte Basilikumblätter vereinen sich zu einem Gaumen- und Augenschmaus der Seinesgleichen im Ressort "verführerische Vorspeisen" sucht. So einfach, so lecker. Beim Dressing bevorzugen wir allerdings unsere eigene Variation aus Olivenöl, Himbeeressig und Honig. Für uns schmeckt er so einfach noch fruchtiger.

Feigen ... die Götterfrucht der alten Griechen. Am liebsten pflücke ich sie frisch vom Baum auf unserem Hof im sonnigen Dalmatien. Die beste Zeit dafür ist früh morgens, da sind sie kühl und frisch. Der Weg in den Süden ist jedoch weit und sehr gute und vollreife Feigen bekommen wir hier in Zürich leider erst ab August. Das bedeutet: Warten! Aber der Appetit auf einen fruchtigen Salat macht einfach zu schaffen! Also ab in die Küche, Alternative im Kühlschrank suchen.

AHA, da haben wir ja den Salat! Schwupps, schon ist er in der Schüssel gelandet:

Sommersalat - easy und auch nicht unsexy
4 Personen

Copyright dieZuckerperle

  • 200 g    Blattsalat (z. B. roter Batavia)
  • 1        Büffelmozzarella
  • 12       Scheiben Bacon (dünngeschnitten)
  • 4        reife Nektarinen
  • 9 EL     mildes Olivenöl
  • 3,5 EL   weißer Balsamicoessig
  • 1 Prise  Salz und Zucker

Den Bacon in einer beschichteten Pfanne ohne Öl super knusprig braten, auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Nektarinen in Scheiben schneiden. Den Salat auf Teller verteilen, Büffelmozzarella und Bacon mit der Hand zerrupfen und mit den Nektarinen über den Batavia legen. Aus dem Olivenöl, Balsamico, einer Prise Zucker und Salz das Dressing zubereiten (nach eigenem Gusto abschmecken), über den Salat träufeln. Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer passt wunderbar dazu!

Verführerische Feigen ... ob Jamie weiß, dass sie auch als Aphrodisiakum gehandelt werden? Na ganz sicher, schließlich ist er stolzer Vater von drei Töchtern ...

Herzlicher Gruß!

Sonntag, 5. Juni 2011

Strawberry Fields

Der Sommer schmeckt ... nach köstlichen Erdbeeren. Die süssen Früchtchen haben definitiv das Regime über alle Früchte in unserer aktuellen Zuckerperlenküche übernommen. Sie drängen sich auf unsere Kuchen, sie drängen sich in unsere Dessertschüsselchen und werden mit Meringue und Crème Double oder mit Vanilleeis und gerösteten Pistazien-Kokos-Raspeln zum unwiderstehlichen Ruck-Zuck-Nachtisch.

Sonnenverwöhnte Erdbeeren sind einfach ideales Fingerfood:

Kreuzweise eingeritzt mit ein wenig Ziegenfrischkäse (z. B. Chavroux) gefüllt und ein paar Tröpfchen Crema di Balsamico beträufelt sind sie die ideale Begleitung für Monsieur Champagner. Als Häppchendessert füllt man sie mit Vanille-Honig-Mascarponecrème und bestreut sie mit ein paar gehackten Pistazien. Tipp: Grosse Erdbeeren nehmen und nicht ganz bis zum Boden durchschneiden, zum Füllen einen Spritzbeutel mit Sterntülle nehmen.

Besonders wahnsinnig vernaschenswert sind natürlich die selbstgepflückten Erdbeeren, deshalb machten wir uns letzte Woche an einem sonnigen Tag mit sehr lieben Freundinnen auf den Weg zum prominenten Erdbeerfeld. Ein Großteil wurde sofort verputzt, den anderen Teil habe ich gewaschen, geviertelt, auf Küchenkrepp abgetrocknet und eingefroren. Um nämlich heute folgendes süsses Süppchen auszutüfteln:

Geeiste Melonensuppe mit Erdbeerschnee und Pfefferminzzucker
4 Personen - als kleine Erfrischung

Copyright dieZuckerperle

  • 1      Netz-Honigmelone, superreif und sehr gut gekühlt
  • 125 g  Erdbeeren, tiefgekühlt
  • 1 TL   Zitronensaft
  • 1 EL   Zucker
  • 6      Pfefferminzblätter
  • 1 EL   Zucker

Die Honigmelone schälen, entkernen und im Blender fein pürieren. In vier Gläser füllen. Die Erdbeeren mit dem Zitronensaft und Zucker im Blender zum Erdbeerschnee verarbeiten. Als obere Schicht auf dem Melonenpürree verteilen. Ein Esslöffel Zucker mit den Pfefferminzblättern im Mörser fein mahlen, über den Erdbeerschnee streuen. Sofort servieren.

Ganz ehrlich? Ich habe gerade zwei Gläschen vom Süppchen sofort aufgefuttert. So kolossal erfrischend ... bitte unbedingt ausprobieren ...

Herzliche Grüße!

Freitag, 3. Juni 2011

De Luxe

Verlassen wir morgens unsere kleine Suite, zwitschern uns bunte tropische Vögel lauthals ihr Guten-Morgen-Lied ins Ohr und die feuchtwarme Meeresluft legt sich wie ein zarter Film auf unsere Haut. Der Weg zum Frühstücksraum wird von tropischen Bäumen umsäumt, duftende Frangipaniblüten warten im Gras schon darauf von uns aufgehoben, beschnuppert und ins Haar gesteckt zu werden, während sich grüne Geccos auf weißen Wänden sonnen.

Copyright dieZuckerperle

Wunderschöne Menschen mit schwarzen Haaren, mandelförmigen Augen und einem Riesenlächeln begrüßen uns am Eingang und begleiten uns zu unserem frisch gedeckten Tisch mit Sicht auf wiegende Palmen, weiße Traumstrände und das unendlich weite Meer.

Wir bestellen Earl Grey Tea mit kalter Milch, Capuccino und einen Becher warme Milch mit Strohhalm. Dann begeben wir uns in den kleinen Saal, in dem reich befüllte Tische mit den köstlichsten Leckereien auf uns warten. Superreife exotische Früchte, knusprige Croissants und Brötchen landen auf unseren großen Tellern, bunte Säfte werden frisch direkt in unser Glas gepresst. Der Duft von knusprig gebratenem Speck steigt uns in die Nasen, lächelnde Menschen stehen mit blitzeblanken Schürzen hinter dem Buffet und gießen mit kleinen Kellen köstlichen dickflüssigen Teig auf zischend heiße schwarze Platten. Sofort kommen die frisch gebackenen, duftenden und luftigen Pancakes auf warme Teller - ein Stück Butter, klebriger Ahornsirup und eine Prise Salz dürfen dabei nicht fehlen. Das ist "De Luxe"!

Zurück in Zürich. Frühstück Zuhause. Mein Pancakes-Hausrezept, gestern zum Vatertag serviert:

Pancakes De Luxe
4-6 Personen

Copyright dieZuckerperle


  • 4       frische Eier (Größe M o. 53g+)
  • 160 g   Mehl (gesiebt)
  • 190 ml  Milch
  • 1 TL    Backpulver (gehäuft, ausnahmsweise!)
  • 3 EL    Zucker
  • 1/2     ausgekratzte Vanilleschote
  • 1/2     Teelöffel Bio-Zitronen-Abrieb
  • 1       Prise Salz


Die Eier trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz zu luftigem Schnee schlagen. Alle anderen Zutaten in einer anderen Schüssel cremig rühren, dann das Eiweiß unterheben. Etwa zehn Minuten quellen lassen. Portionsweise in einer beschichteten, sehr heißen Pfanne mit ein wenig Butter und Öl goldbraun backen. Tipp: Sobald der Teig in die Pfanne gegossen wird, den Pancake recht zügig wenden (dann wird er nicht zu dunkel). Temperatur nach dem ersten Back-Gang etwas runterschalten.

Mit frischen Früchten, Butter, Ahornsirup und einer Prise Salz servieren.

Im Moment zwitschern bei uns die Zürcher Vögel morgens lauthals. Der Weg vom Bad zum Küchentisch ist zwar nicht von Blumen umsäumt und der Tisch wird in Eigenregie gedeckt sowie abgeräumt, aber wir begrüßen uns morgens mit einem Riesenlächeln und verwöhnen uns wenigstens am Wochenende mit einem Frühstück "De Luxe".

So, und jetzt mache ich mich SOFORT auf die Suche nach unserer nächsten tollen Urlaubsdestination ...

Herzliche Grüße!

Sonntag, 22. Mai 2011

Die Nudel!

Dieser köstliche Klassiker von Vicco von Bühlow und Evelyn Hamann bringt uns immer wieder zum Lachen:

"Sie haben da was". Hartnäckig klebt eine Nudel an einer höchst unvorteilhaften Stelle im Gesicht von Loriot, während er doch eigentlich Fräulein Hildegard seine Liebe gestehen will. Die Dame seines Herzens ist jedoch äußerst irritiert und versucht ihn immer wieder auf die Nudel aufmerksam zu machen. Doch wie oft sie es auch versucht, er lässt sie nicht zu Wort kommen. "Hildegard, sagen Sie jetzt nichts!".

Mitten im Sketch fühle ich mich auch, sobald die Diskussionen zwischen Schweizern und Deutschen entfachen ob man nun "Nudel" oder "Teigware" sagt. Jeder hat da seine eigene Philosophie, in der Schweiz sind es nämlich nur die flachen Band"nudeln" die als "Nudel" bezeichnet werden dürfen. Grundsätzlich sagt man in der Schweiz nämlich "Teigware". Aber sagt man dann auch "Teigwaren"-Salat?

Sagen wir doch einfach "pasta". Nein, ganz besonders genau gesehen müssten wir, falls wir das meinen, was wir im Wasser al dente kochen, mit einer köstlichen Sauce versehen und dann auf die Gabel drehen (oder mit ihr aufgabeln), "paste alimentari" (im Plural) sagen.

"Sagen Sie jetzt nichts!" Es ist doch wirklich zu mühsam. Lassen Sie uns doch einfach nur ein paar Spaghetti kochen! Hier ein besonders leckeres Rezept von meinem Liebsten (Loriot-Fan), mit wenigen, sehr aromatischen Zutaten ... schnell zubereitet:

Spaghetti mit geröstetem Salbei und Walnüssen
4 Personen


Copyright dieZuckerperle

  • 500 g    Spaghetti
  • 120 g    Walnüsse (Baumnüsse)
  • 12       Blätter frischer Salbei
  • 8 EL     Olivenöl
  • 50 ml    Halbrahm
  • Salz
  • Parmigiano

Fünf Liter Wasser in einem großen Topf aufkochen (pro 100 g / 1 Liter Wasser). In das kochende Wasser fünf gehäufte Teelöffel Salz geben, warten bis das Wasser wieder sprudelt. Die Spaghetti in das Wasser geben, zwischendurch umrühren und al dente kochen. Bei unseren Lieblingsspaghetti von DeCecco kann ich mich voll auf die Zeitangabe auf der Packung verlassen. Kurz vor Schluss mit einer großen Tasse oder Kelle Kochwasser aus dem Topf nehmen, dann die Spaghetti in einem Sieb kurz abtropfen lassen - grundsätzlich nie abschrecken.


Während dem Spaghetti-Kochvorgang die Walnüsse grob hacken, den Salbei in Streifen schneiden und in einer Pfanne im Olivenöl knusprig rösten. Salzen.


Die Spaghetti tropfnass in den noch warmen Topf zurückgeben, das Kochwasser und den Rahm dazugeben, kurz aufkochen lassen, mit ausreichend geriebenem Parmesankäse vermengen, abschmecken. Auf warmen Tellern verteilen, die Walnuss-Salbei-Olivenöl-Mischung (ggf. mehr Parmigiano) über die Spaghetti verteilen.


Ich plädiere für Toleranz bei der Namensgebung. Bei uns gibt es meistens "Pasta!", und es macht besonders Spaß sie mit einem Glas rubinrotem Lagone und natürlich Via con me zuzubereiten...


Herzliche Grüße!