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Samstag, 8. Dezember 2012

Mein kleiner Italiener

Ist eigentlich gar keiner ... aber mein Liebster verhält sich oft beim Autofahren wie so mancher temperamentvolle Italiener:

Er ist ein äusserst zackiger Fahrer, seinen Fuss drückt er gern sehr fest auf's Gaspedal, er überholt gerne auf Fahrspuren bei denen mir der Atem wegbleibt, rutscht mit grösster Freude auf eisglatten Fahrbahnen, und liebt es auch den Abstand zu anderen Fahrzeugen sehr klein zu halten. Und jedes Mal, wenn es dann bei der Fahrt wieder "zackig" wird, singen unser Zuckerperlchen und Ich unsere eigens für ihn komponierte Singular-Variante von Conny Froboess Lied.

Und erst seine Vorliebe für Florentiner! Die dürfen in der Weihnachtsbäckerei auf gar keinen Fall fehlen. Und sie passen bestens zu ihm: Auch sie "fahren" zackig schnell in den und aus dem Backofen, rutschen mit grösster Freude in 70%ige Schoggi, und schmecken so gut, dass einem fast der Atem wegbleibt:



Florentiner
Zutaten für ca. 35 Stück


copyright: Die Zuckerperle Zürich


  • 100 g   Butter
  • 80 g    Zucker
  • 1 EL    Honig
  • 2 EL    Sahne
  • 2 EL    Mehl
  • 1 Msp.  Bourbon Vanille
  • 80 g    geschälte gemahlene Mandeln
  • 100 g   Mandelblättchen
  • 2 EL    Mandelstifte
  • 100 g   70%ige Schokolade



Ofen auf 190 Grad vorheizen. 
Backzeit: ca. 8-10 Minuten, mittlere Schiene

Butter, Zucker, Honig und Sahne im Topf vorsichtig auf dem Herd schmelzen lassen. Dann das Mehl unterrühren und die Masse unter ständigem Rühren kurz aufkochen lassen. Topf vom Herd ziehen und die Mandeln, sowie die Vanille unterheben. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die Masse auf das Backpapier streichen, im Ofen auf mittlerer Schiene 8-10 Minuten goldbraunbacken. Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen (lauwarm sollten sie aber noch sein) und in kleine Quadrate schneiden. Anschließend eine Seite des Plätzchens in die dunkle, geschmolzene Schokolade tauchen.

Ein wunderschönes, nicht zu rasantes, 2tes Adventswochenende Allen!

Süsse Grüsse, Euere Marijana




Donnerstag, 5. April 2012

Der Osterfladen

Er darf bei unserem Osterfrühstück auf keinen Fall fehlen, sogar während dem Jahr landet er manchmal zum Sonntagsbrunch auf unserem Tisch.

Der Teig wird bereits am Vorabend geknetet, die Zutaten hat man fast immer vorrätig ... das Ganze ist wirklich sehr einfach vorzubereiten.

Osterfladen
Zutaten (1 großer oder 2 kleine Fladen)

copyright "Die Zuckerperle"


















165 ml   Milch
80 g     Butter
500 g    Mehl
2 EL     Zucker
4 EL     Rosinen (oder weniger, oder keine)
1/2 EL   Cointreau (oder Rum, muss aber auch nicht sein)
1/2      Vanilleschote - das ausgekratzte Mark
2        Eier (Größe M bzw. 53+ g)
1        Päckchen Trockenhefe(ca.10g) o.1/2 Frischhefewürfel
1        gute Prise Salz

8 EL     Puderzucker
3 EL     Mandelblättchen (hellbraun, ohne Fett geröstet)
1/2      Bio-Zitrone
         abgeriebene Schale für den Teig, Saft für die Glasur

Samstagabend:

Milch in einem Pfännchen aufwärmen (nicht kochen), die Butter darin schmelzen, auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Milch-Butter-Mischung und alle sonstigen Zutaten (außer Zitronensaft, Puderzucker, Mandelblättchen) so lange in der Küchenmaschine kneten, bis sich der Teig von der Schüssel löst.

In der gleichen Schüssel lassen, ein bißchen Mehl drüberstreuen, mit Frischhaltefolie überspannen und über Nacht in den Kühlschrank, dort geht er super auf (und man schmeckt die Hefe nicht zu intensiv).

Sonntagmorgen:

(benötigte Zeit ca. 1 Stunde plus 1 Stunde Abkühlzeit)

Den Teig mit ein wenig Mehl bestreuen, in der Küchenmaschine nochmals kurz durchkneten, in zwei runde flache Stücke teilen, und auf ein mit Backpapier ausgestattetes Blech legen. Mit dem Messer auf der Oberfläche ein Rautenmuster einschneiden. Mit Wasser bepinseln. 15 Minuten ruhen lassen, währenddessen den Ofen auf 170 Grad vorheizen.

Anschließend für ca. 45 Minuten in den Ofen schieben (mittlere Schiene, Ober/Unterhitze). Nach 10 Minuten mit ein wenig Milch einpinseln, dann nach weiteren 10 Minuten mit einem Blatt Backpapier abdecken (damit die Fladen nicht zu dunkel werden). Der Fertigtest mit dem Zahnstocher: Wenn kein Teig mehr am Holz klebt, ist es soweit.

Zitronensaft mit 8 EL Puderzucker mischen (das mache ich direkt in der Zitronenpresse, wer die Glasur dicker mag einfach mehr Puderzucker nehmen), die noch warmen Osterfladen mit der Glasur bestreichen und die Mandelblättchen drüberstreuen.

Eine Stunde Auskühlen lassen, servieren .... FROHE OSTERN !

Wenn Du am Sonntag doch lieber ausschlafen möchtest, dann darfst Du die Osterfladen auch am Samstagabend bereits backen und glasieren. Der Teig muss dann in etwa 1,5 Stunden auf das doppelte Volumen aufgehen. Sobald die Fladen abgekühlt sind, mit einem Baumwoll-Küchentuch abdecken, seitlich leicht einschlagen.

Herzliche Grüsse
Marijana

Donnerstag, 23. Juni 2011

La Liaison

Sie verströmen einen besonderen, betörenden Sommerduft, strahlen uns mit ihren knalligen Farben vom Marktstand an und kullern direkt in unseren Einkaufskorb:

Frische französische Aprikosen, gelbe und weiße Pfirsiche! Nur ein Biss und es gibt garantiertes Gänsehautfeeling! Die superfeinen Härchen knirschen zart auf den Zähnen ... uuuuhhuuu. Persönlich kann ich sie nur verspeisen, wenn ich sie vorher halbiere, entkerne und in ihr Innerstes beiße, deshalb bevorzuge ich ihre "nackte" Schwester, die Nektarine. Am Besten schmeckt sie pur, unverfälscht. 

Trotzdem habe ich mir kürzlich zum Abschluss eines sehr gemütlichen Dinners erlaubt, sie mit der exotischen Kokosnuss zu verkuppeln. Prompt entflammte in unseren Gaumen "La Liaison" dieses Sommers:

Nektarinen-Kokos-Tarte
6-8 Personen

Copyright dieZuckerperle

  • 400 g    Mürbteig (selbstgemacht oder aus dem Kühlregal)
  • 4        große reife Nektarinen
  • 60 g     weiche Butter
  • 75 g     Kokosnussflocken
  • 75 g     Zucker
  • 1        Ei
  • 2 EL     Mehl

Den Backofen auf 220 Grad (Ober-Unter-Hitze) vorheizen.

Den Mürbteig zwischen zwei Backpapieren dünn ausrollen. Zwei kleine eckige oder eine große runde Tarteform (28 cm) ausbuttern, mit etwas Mehl und Zucker ausstreuen, anschließend mit dem Mürbteig auskleiden. Mit Backpapier und Hülsefrüchten belegen und im Ofen 10 Minuten lang blindbacken. Während dieser Zeit die weiche Butter mit den Kokosnussflocken, dem Zucker, Ei und Mehl zu einer cremigen Masse rühren. Die Nektarinen in dünne Scheiben schneiden. Nach den zehn Minuten die Form(en) aus dem Ofen nehmen, mit der Kokosmasse belegen, dann mit den Nektarinen fächerartig (nicht zu eng) bedecken. Die Ofentemperatur nun auf 200 Grad herunterschalten, dann die Tarte nochmals in den Ofen schieben und weitere 20 Minuten backen.

Alternativ können Sie Blätterteig nehmen, in diesem Fall muss die Tarte nicht blindgebacken werden: Einfach den Blätterteig in der Tarteform mehrfach mit einer Gabel einstechen, mit der Kokosmasse bestreichen und mit den Nektarinen belegen. Die Backzeit verkürzt sich bei 220 Grad auf ca. 20 Minuten.

Die Nektarinen-Kokos-Tarte wird zur Sucht mit einer Kugel Sauerrahmeis oder einem Klacks Crème Fraîche.

Sicherlich machen sich ihre Schwestern, die Aprikosen und Pfirsiche, ebenfalls prächtig auf dieser Tarte, und die zarthaarige Haut verschmilzt mit dem Saft und knirscht nicht mehr an den Zähnen ...

Herzlicher Gruß!

Die Zuckerperle Zürich - Neue Köstlichkeiten:
"Kuchen im Glas" - Deckel auf und genießen!







Dienstag, 10. Mai 2011

Der New Yorker

From New York. Rich. One of a kind. Tasteful. Smooth. Easy. Simply the best. 

So sollte er sein!

Also machte ich mich auf den Weg nach ihm, dem Richtigen. Die Suche war gar nicht so leicht, fast wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Somit musste ich eben ein paar von ihnen ausprobieren. Bis der für mich "Vollendete" seinen Weg zu mir fand. Heute.

Ist er jetzt ein New Yorker? Oder gar ein Zürcher? Sagen wir einfach er ist "Der von der Zuckerperle". Der, der mir gefällt. Der, den ich mir nach meinem Gusto gebacken habe. Ein Genuss mal sechs.

Sugar Pearl's Cheesecake



Copyright dieZuckerperle


Boden 

  • 100 g    Cornflakes
  • 50 g     zerlassene, leicht gebräunte Butter
  • 1 EL     gemahlene Mandeln
  • 1 TL     Zucker

Füllung

  • 1        Ei (Größe M oder +53g)
  • 4 EL     Puderzucker
  • 1 EL     Maisstärke (z. B. Maizena)
  • 200 g    Philadelphia Balance
  • 125 g    Mascarpone
  • 1/2      Zitrone (Schale und Saft)
  • 1/2      Orange (Schale)
  • 1        Messerspitze frische Vanille


Den Backofen auf 160 Grad vorheizen.

Für den Boden die Cornflakes fein mahlen, mit der Butter, den Mandeln und dem Zucker mischen.

Eine Muffinsform (sechs Mulden) mit Butter einpinseln. Die Cornflakesbrösel einfüllen und fest in die Mulden streichen.

Das Ei mit dem Puderzucker so lange mit dem Schaumschläger der Küchenmaschine rühren, bis eine hellgelbe, crèmige Masse entstanden ist. Dann die Maisstärke einarbeiten, im Anschluss alle restlichen Zutaten. Auf den Cornflakesböden verteilen (die Mulden sind dann randvoll gefüllt).

Die Form in den Ofen auf die mittlere Schiene schieben, die Cheesecakes bei 160 Grad (Ober-Unter-Hitze) eine halbe Stunde lang backen.

Aus dem Ofen nehmen, dann die Küchlein für mindestens 30 Minuten in der Form auskühlen lassen. Vorsichtig mit dem Messer rundum den Rand ablösen, auf ein Kuchengitter stürzen. Dabei bleiben eventuell ein paar Cornflakesbrösel in den Förmchen (die man dann einfach auslöffelt).

Zimmerwarm und aus aktuellem Anlass mit Erdbeercoulis, oder als besondere Variante mit Lemon Curd und einem Klacks Crème Fraiche servieren.


Copyright dieZuckerperle


Besonders perfekt ist er für mich, weil er ein paar Fältchen, Ecken und Kanten hat. Trotzdem ist er unkompliziert. Vernaschbar in Häppchen. Vielseitig einsetzbar.

Übrigens habe ich heute Abend den Hauptgang ausgelassen und bin sofort zum Dessert übergegangen.

Herzlicher Gruß!

Sonntag, 1. Mai 2011

Mandelbäume

Copyright by "diezuckerperle"

Mit Mandelbäumen fühle ich mich stark verbunden. In meiner Kindheit verbrachte ich den Sommer auf dem Bauernhof meiner Großeltern in Dalmatien. Vom Meckern der Schafe und Gackern der Hühner geweckt, wurde jeder Tag für mich, meine Geschwister, Cousinen und Cousins ein kleines Abenteuer. Schnell das Gesicht in einer Emailleschüssel mit Brunnenwasser waschen, Sommerklamotten an, dicke Guten-Morgen-Küsse verteilen und los ging es.

Zwischen den unzähligen Mandelbäumen wurde der Frühstückstisch gedeckt, frisches Weißbrot aufgeschnitten, warme Milch mit einem Schuss Mokka getrunken. An großen Feiertagen wurde auf langen Tafeln von den weiblichen Familienmitgliedern für die Großfamilie dalmatinische Hausmannskost (über die ich in einem künftigen Post berichten werde) aufgetischt. Die Herren saßen (wieder) unter einem Mandelbaum, und spielten das sehr anspruchsvolle Kartenspiel "Tresete" (ital. Tresette), das aus den venezianischen Zeiten an der dalmatinischen Küste übrig blieb.

Die Mandelbäume dienten uns zum Klettern, selbst unsere Schaukel hing direkt vor dem Bauernhaus an einem dicken Mandelbaumast. Abends konnte man die Milchstrasse über den dunklen Schatten der Bäume betrachten, während die Grillen im Hintergrund zirpten.

Bei der Mandelernte, deren Ertrag von der Großfamilie verzehrt oder an Freunde verschenkt wurde, halfen wir alle mit. Auf dem Boden sitzend, befreiten wir die knackigen hellbraunen Mandeln aus ihren Schalen. Dazu nahmen wir einfach große Steine die überall auf dem Grund zu finden waren, und immer noch regelrecht aus der Erde wachsen, und schlugen die Schalen auf. Die Mandeln so zu "gewinnen" war mit viel Geduld und Arbeit verbunden, das macht sie besonders wertvoll.

Eine besonders liebevolle Erinnerung trage ich tief in meinem Herzen: Für meine Großmutter war es bis zu ihrem Lebensende mit 96 Jahren das Wichtigste uns kleine Säckchen voll mit den wertvollen Mandeln zu schenken.

Ein Kuchenrezept - in Erinnerung an unsere Mandelbäume:

Mandelkuchen mit Limetten-Earl-Grey-Glasur
8 Portionen




  • 4          Eier von freilaufenden Hühnern (Größe M/53 g)
  • 140 g      gemahlene Mandeln
  • 140 g      Puderzucker
  • 1          gestrichener Teelöffel Zimt
  • 1          Prise Salz
  • 1          Limette - geriebene Schale und Saft
  • 1          Teebeutel Earl Grey
  • 12 EL      Puderzucker
  • 2  EL      gebräunte Mandelblättchen

Den Backofen auf 170 Grad vorheizen


Gemahlene Mandeln in einer Pfanne ohne Fett hellbraun rösten (so schmeckt der Kuchen einfach besser), abkühlen lassen. Eier mit Zucker, Zimt und einer Prise Salz vier Minuten lang sehr schaumig schlagen (bis eine homogene hellbraune Masse entsteht). Dann die Limettenschale und die gerösteten Mandeln sehr vorsichtig in den Ei-Zucker-Schaum einrühren. Eine 26-28 cm breite Ring-Backform mit Butter auspinseln, die Backfläche mit Backpapier bedecken, dann die Masse vorsichtig einfüllen. 

Gesamtbackzeit bei Ober-Unter-Hitze: 30 Minuten auf mittlerer Schiene (nach ca. 20 Minuten mit Backpapier abdecken).

Den Limettensaft erwärmen und den Teebeutel darin etwa 10 Minuten ziehen lassen. Abkühlen lassen und mit dem Puderzucker zur Glasur rühren. Den noch warmen Kuchen mit der Glasur vorsichtig einpinseln (je nach Wunsch mit mehr oder weniger Guss) und mit den Mandelblättchen bestreuen.


Heute noch sitze ich bei einem Besuch meiner Tanten am liebsten unter unserem Hauptmandelbaum vor dem Haus, trinke frisch aufgebrühten kräftigen Mokka aus kleinen angebrochenen Tässchen mit Blumenmuster und knabbere ein paar Mandeln dazu.

Herzlicher Gruß!