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Samstag, 28. März 2020

Bittersweet & more

Dieser Salat kommt bei uns regelmässig auf den Tisch, vor allem im Winter. Farblich ist er eine Augenweide, geschmacklich perfekt abgestimmt. Bitter trifft süss trifft salzig trifft nussig. Radicchio trifft Birne trifft Blauschimmel-Käse trifft Walnuss. Ganz einfach.



Zutaten - 4 Personen


1 Kopf Radicchio
1 Birne (reif, aber noch fest)
100 g Roquefort oder Saint Agur
50 g Walnüsse

Dressing

4 EL Sonnenblumenöl (mit neutralem Geschmack)
2 EL Walnussöl (oder ein anderes Nussöl*)
3 EL Apfelessig
1 TL Agavendicksaft*
1 gute Prise Salz

Radicchio "waschen und schleudern", in mundgerechte Stücke zupfen. Die Birne vierteln, entkernen und in dünne Scheiben hobeln oder schneiden. Roquefort in Würfelchen schneiden, oder zerbrechen. Walnüsse in Stückchen brechen. Die Zutaten für das Dressing in ein Schraubglas geben, und gründlich "shaken". Den Salat in einer Schüssel anrichten ... und servieren.

Lasst es Euch schmecken,
herzliche Grüsse

Marijana



Falls Du kein Nussöl hast, einfach durch Sonnenblumenöl ersetzen. Statt Agavendicksaft geht auch Honig oder eine Prise Zucker.

Donnerstag, 19. April 2012

Frühlingsfrisch - Teil 1

Grün grün grün ... ist jetzt endlich unser Garten. Grün grün grün ... ist das was ich jetzt mag. Darum lieb' ich alles was so grün ist ...

Die Frühlingsfrische um mich herum macht mich sehr glücklich, noch ist sie zwar in den Startlöchern, aber eins ist sicher: Es wird immer besser und besser und bunter und bunter. Deshalb habe ich beschlossen eine frühlingsfrische Rezepteserie aufzuschalten.


Frühling auf dem Tisch heißt frischer Rhabarber, frische Morcheln und natürlich unbedingt auch frischer Spargel, den sogar unsere Tochter auf ihrem Tellerchen liebt. Sobald im Sortiment meines Gemüsehändlers europäischer! Spargel angeboten wird, kommt in meine Töpfe und Schüsselchen endlich wieder ein bißchen Abwechslung.



Hier mein neu erprobtes erfrischendes und leichtes Spargelrezept:


Exotischer Grüner Spargelsalat
Zutaten für 4 x Vorspeise oder 2 x Hauptgericht


copyright DieZuckerperle


1 kg     Grüner Spargel
1        Mango (mittelgroß)
1        Zwiebel (klein)
5        Blättchen frische Pfefferminze
100 g    Bio-Sprossen

Dressing


1        Limette, Saft

2 EL     Sesamöl (unbedingt das aus dem Asialaden)
2 EL     Sonnenblumenöl
4 EL     Reisessig

1 TL     Brauner Rohrzucker


1 Liter Wasser mit je einem Teelöffel Salz und Zucker in einer großen Pfanne aufkochen. Vom Spargel die Enden großzügig abschneiden, dann die Spargelstangen im Schrägschnitt in etwa 3 cm lange Stücke schneiden. Den Spargel in das kochende Wasser geben, 4 Minuten lang sprudelnd kochen, danach auf allerkleinster Stufe weitere 4 bis 6 Minuten bissfest garen (die Dauer hängt von der Dicke der Spargelstangen ab). Den Spargel in einem Sieb kalt abschrecken und abkühlen lassen.

Die Mango in kleine Würfel, die Pfefferminzblättchen in feine Streifen schneiden.Die Zwiebel ganz fein würfeln. Mit dem abgekühlten Spargel und allen anderen Zutaten in einer Schüssel sehr gut vermengen, abschmecken (je nach Gusto mehr Säure, mehr Würze ...) und im Kühlschrank für mindestens eine Stunde kühlstellen.

Auf 2-4 Tellern die Sprossen verteilen, den marinierten Spargel auf die Sprossen geben. Fertig ist eine frühlingsfrische Gaumenfreude. Guten Appetit!

Herzlichst, Marijana

Dienstag, 7. Juni 2011

Die Verführung

Kann Salat sexy sein? Na aber Hallo, schließlich hat "the naked chef" ihn erfunden:  "The easiest sexiest salad in the world".

Verführt wurden wir von ihm - vom Salat - vor einigen Jahren bei Freunden, seither ist er im Sommer ein Dauerbrenner auf unseren Tellern. Feiner Büffelmozzarella, fruchtig süße Feigen, hauchdünner Parmaschinken und frisch gezupfte Basilikumblätter vereinen sich zu einem Gaumen- und Augenschmaus der Seinesgleichen im Ressort "verführerische Vorspeisen" sucht. So einfach, so lecker. Beim Dressing bevorzugen wir allerdings unsere eigene Variation aus Olivenöl, Himbeeressig und Honig. Für uns schmeckt er so einfach noch fruchtiger.

Feigen ... die Götterfrucht der alten Griechen. Am liebsten pflücke ich sie frisch vom Baum auf unserem Hof im sonnigen Dalmatien. Die beste Zeit dafür ist früh morgens, da sind sie kühl und frisch. Der Weg in den Süden ist jedoch weit und sehr gute und vollreife Feigen bekommen wir hier in Zürich leider erst ab August. Das bedeutet: Warten! Aber der Appetit auf einen fruchtigen Salat macht einfach zu schaffen! Also ab in die Küche, Alternative im Kühlschrank suchen.

AHA, da haben wir ja den Salat! Schwupps, schon ist er in der Schüssel gelandet:

Sommersalat - easy und auch nicht unsexy
4 Personen

Copyright dieZuckerperle

  • 200 g    Blattsalat (z. B. roter Batavia)
  • 1        Büffelmozzarella
  • 12       Scheiben Bacon (dünngeschnitten)
  • 4        reife Nektarinen
  • 9 EL     mildes Olivenöl
  • 3,5 EL   weißer Balsamicoessig
  • 1 Prise  Salz und Zucker

Den Bacon in einer beschichteten Pfanne ohne Öl super knusprig braten, auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Nektarinen in Scheiben schneiden. Den Salat auf Teller verteilen, Büffelmozzarella und Bacon mit der Hand zerrupfen und mit den Nektarinen über den Batavia legen. Aus dem Olivenöl, Balsamico, einer Prise Zucker und Salz das Dressing zubereiten (nach eigenem Gusto abschmecken), über den Salat träufeln. Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer passt wunderbar dazu!

Verführerische Feigen ... ob Jamie weiß, dass sie auch als Aphrodisiakum gehandelt werden? Na ganz sicher, schließlich ist er stolzer Vater von drei Töchtern ...

Herzlicher Gruß!

Dienstag, 3. Mai 2011

Pink

Die Farbe ist bei der Mode und im Kinderzimmer unserer Tochter nicht mehr aufzuhalten. Vom niedlichem Rosa bis hin zum kräftigen Pink - die Farbschattierungen sind erfreulicherweise sehr vielseitig. Auch beim Pink Ribbon Charity Walk, den ich mit meinen Zürcher "Fründinen" im letzten Jahr in rosa Shirts mehr oder weniger sportlich absolvierte, steht die Farbe symbolisch für die Solidarisierung mit Frauen die von Brustkrebs betroffen sind. Alles in Allem eine positive und schöne Farbe, die auch in unserer Küche als frische, peppige Couleur für Kuchen und Gerichte nicht mehr wegzudenken ist. Und zwar nicht nur durch Himbeeren und Kirschsaft.

Angefangen hat die pinke Phase in unserer Küche mit einem köstlichen Risotto in diesem Farbton, das wir vor einigen Jahren bei einer Party in München kennen lernten. Dazu wurde enthäutetes, in Olivenöl knusprig angebratenes Fischfilet serviert - köstlich für den Gaumen und zugleich ein Augenschmaus. Der Clou des pinken Risottos war ganz einfach: mit den Würfelchen und dem Sud von der Roten Bete (Randen) entstand die superfrische Farbe und ein wunderbarer leicht säuerlicher (ein wenig erdiger) Geschmack. Seither kommt dieses Gericht regelmäßig auf unseren Tisch, natürlich auch, weil Rote Bete ein besonders gesundes Gemüse ist.

Die Liste unserer pink kolorierten Speisen wird immer länger: Hausgemachte Gnocchi in Pink, Ravioli in Pink, helle Süppchen mit pinken Würfelchen oder pinkem Schaum ... Grund genug also ein hübsches und zugleich frisches Rezept zu posten, das leicht zuzubereiten ist und auf der nächsten Sommer-Grillparty nicht fehlen darf. Die Rote Bete (Randen) bekommt man häufig in Supermärkten als Bioware bereits gewürfelt und verpackt im Kühlregal - ansonsten auch im Glas (meist in Scheiben).

Pink Tabouleh
4 Personen (als Vorspeise)

Copyright by "diezuckerperle"

  • 250 g    Couscous
  • 340 ml   heiße kräftige Gemüsebouillon
  • 100 ml   mildes Olivenöl
  • 1 1/2    Zitronen
  • 4 EL     frisch gehackte Pfefferminze
  • 4 EL     frisch gehackter Schnittlauch
  • 1/2      Salatgurke
  • 50 g     Schafskäse (Feta), zerbröckelt
  • 100 g    Bio Rote Bete Würfelchen, im Sud

Den Couscous in einer größeren Schüssel mit der heißen Gemüseboullion (ich nehme Instantbrühe) übergießen und etwa 10 Minuten ziehen lassen. Während dieser Zeit von einer halben Zitrone die Schale fein reiben, den Saft auspressen, die Salatgurke fein würfeln, die Kräuter hacken. Sobald der Couscous die ganze Flüssigkeit aufgesaugt hat, alle weiteren Zutaten hinzufügen und in der Schüssel gut durchrühren. Nach Wunsch mit Salz abschmecken. Kühl stellen.

Je mehr Rote Bete dazukommt, desto kräftiger wird der Farbton. Das Pink Taouleh wird mit einer ganzen Salatgurke frischer, wer's gerne mag kann noch mehr Schafskäse nehmen. Schließlich findet dann wohl jeder seine eigene Variante.

Ach ja, "PINK" zählt zu meinen Lieblings-Punk-Rock-Röhren, ihre Songs stimmen mich persönlich immer extrem fröhlich - die im Herbst veröffentlichte CD "Greatest Hits ... So Far !!!" bringt Farbe in den Alltag.

Herzliche Grüße!








Samstag, 30. April 2011

Knackiger Liebesgott in der Küche

Nicht, was Sie jetzt denken. Heute spreche ich über ein Edelgemüse, das den Frühling auf den Tisch bringt und als Aphrodisiaka gehandelt wird. Spargel, ein sinnliches Lebensmittel, nicht nur der Form wegen? Und der Frühlingsgefühle?

Zum Kopfkranz geflochten, wurde er scheinbar in der Antike als "Anregung" für die Braut vor der Hochzeit gereicht. Heute spricht man davon, dass der stimulierte Stoffwechsel "Antrieb" bietet. Und zwar durch die Anregung des Flüssigkeitshaushalts. Persönlich verzichte ich zwar sehr gerne auf eine harntreibende und auch noch die Nase beleidigende Wirkung, aber für den knackigen Grünen oder Weissen spricht vor allem seine unbeschwerte Art daher zukommen.

Johanna Meier, "die" österreichische Spitzengöttin schreibt in ihrem ersten Kochbuch (das ich für das Bücherregel wärmstens empfehlen kann): "Nach einem guten Essen soll man sich noch lieben können". Wer stimmt hier nicht zu, nach einem leichten und bekömmlichem Essen geht man definitiv "unbeschwert" ins Bett.

Somit also tatsächlich ein FÜR für den Spargel.

Heute kam er also auf den Tisch, der Grüne. Als leichtes und schnell zubereitetes Essen (unter 20 Minuten, das Kochen soll schließlich nicht erschöpfen). Grün und knackig sollte er bleiben.

Spargelsalat in crémigem Dressing mit gegrillten Lammracks
2 Personen

Copyright by "diezuckerperle"

  • 500 g Grüner Spargel 
  • 2 Tassen Wasser 
  • 1 TL Zucker 
  • 1 TL Salz 
  • 1 EL Olivenöl 

Das Wasser zusammen mit Olivenöl, Zucker und Salz in einer breiten Pfanne aufkochen. Vom Spargel die unteren Enden abschneiden, in etwa 3-4 cm große Stücke schneiden (ich liebe es wegen der Optik im Querschnitt). Im vorbereiteten Sud für 3 Minuten kochen lassen, abgiessen und kalt abschrecken.

  • 5 EL Olivenöl 
  • 2 EL Weisser Balsamico 
  • 1 EL Grobkörniger Senf 
  • 2 EL Sauerrahm (oder Joghurt, oder Créme Fraiche) 
  • 1 Prise Salz 
  • 1 Prise Zucker 

Die Zutaten für das Dressing in eine große Schüssel geben, mit dem Schneebesen cremig rühren, dann den Spargel mit der Salatsauce vermengen und ziehen lassen.

Die Lammracks (wir hatten je 3 Kotelettchen) in der Lieblings-LeCreuset-Pfanne oder auf dem Grill rosa braten.

Dann 100 g verschiedene Blattsalate vorsichtig unter den Spargelsalat heben, sofort servieren.

Ach ja, ich habe ja ganz vergessen zu erwähnen, daß im 1. Jahrhundert nach Christi ein Spargel-Amulett laut Pedanius Dioskurides vor unerwünschter Schwangerschaft schützen sollte.

Aphrodisierende Resultate stehen noch aus, aber eins weiß ich sicher: 

Mit dem Spargel kann man knackig bleiben und Göttliches in der lieben Küche kochen ... in Kürze kommt der Weisse dran.

Frühlingshafter Gruß