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Dienstag, 26. Mai 2015

Holunderblütensirup und Life-Work-Balance

Sie blühen so zart ... in den Gärten ... am Strassenrand ... sie duften so aromatisch ... Zeit die Schere zu schnappen und e-n-d-l-i-c-h Holunderblüten zu holen ... bevor sie verblühen.

Jedes Jahr auf's Neue mache ich mich mit meiner kleinen Zuckerperle in den Gärten von "Holunderblüten-für-die-Zuckerperlen-Stiftern" an die Büsche und knipse eine schöne Menge Dolden ab. Soviel zum ersten, sehr schönen Teil.

Zweiter Teil: Und jedes Jahr auf's Neue weiss ich das Rezept ... einfach nicht mehr. Finde es nicht in meinen Rezeptnotizen. Und dann heisst es wieder "in-etwa-improvisieren" und aus allen Web-Rezepten das Beste herauszuholen. Neben all den anderen Dingen, die der Alltag sonst zur Bewältigung bietet. Eigentlich kaum Zeit mehr für "so etwas", schliesslich sind nach dem Nachmittagsunterricht auch noch Hausaufgaben zu machen. Die Tage vergehen, Zack. Und seit zwei Tagen sudet der Sud mit den Holunderblüten auf der im Moment noch kühlen Terrasse. Nur nicht vergessen, dass er da steht. Dann wird's aber Zeit schnell zur Apotheke zu rasen und Zitronensäure zu holen. Und ja nicht die hübschen Flaschen aus der Migros vergessen. Bevor der Sud kippt ... ach, und wie steht's eigentlich mit den Zuckervorräten?

Und schliesslich kommt der dritte Teil, der wieder sehr schön ist. Denn dann stelle ich wieder fest, wie wunderbar es ist mit meiner Süssen in der Küche zu stehen und gemeinsam in den Töpfen zu rühren. Holunderblütensirup soll ausserdem den Stoffwechsel aktivieren, sanft entwässern, kreislaufstärkend sein und sogar gegen Blähungen helfen. Was will ich also mehr für meine "Life Work Balance"? Holunderblütensirup kochen! Und das Rezept hier auf meinem Blog festhalten, damit ich es nie wieder suchen muss.


HOLUNDERBLÜTENSIRUP

Rezept für 4 Liter

Zutaten:

Fünfzehn Holunderblütendolden
Eine Biozitrone
Drei Liter heisses Wasser
2100 Gramm Zucker
60 Gramm Zitronensäure

Flaschen nicht vergessen!





Die Holunderblütendolden sehr gut abschütteln (direkt beim Abschneiden vom Busch), die zarten Blüten von den grossen Zweigen trennen und in einen Topf geben. Die Bio-Zitrone in Scheiben schneiden und auf die Blüten legen. Dann mit 3 Liter kochendem Wasser übergiessen. Den Topf mit einem Deckel abdecken und zwei Tage auf der Terrasse (bei Temperaturen bis max. 15 Grad) stehen lassen. Sollten die Temperaturen bereits sehr warm sein, den Topf (nach Auskühlen) in den Kühlschrank stellen.

Die Flaschen ausspülen und samt Deckeln im 100 Grad heissen Ofen sterilisieren.

Anschliessend den Sud durch ein feines Sieb oder ein Küchentuch in einen anderen Topf giessen. Den Zucker und die Zitronensäure zum Sud geben, das Ganze aufkochen und etwa fünf Minuten sieden lassen. In die Flaschen abfüllen, Deckel fest verschliessen. Abkühlen lassen.

Der Sirup hält bei uns nicht lange - aber nur, weil wir viele Flaschen verschenken und nach Fertigstellung selber fast täglich die köstlichste Holunderblüten-Limetten-Pfefferminz-Limonade der Welt trinken:

HOLUNDERBLÜTEN-LIMETTEN-PFEFFERMINZ-LIMONADE

Zutaten:

Eine Biolimette auspressen (alternativ Biozitrone)
Ein Liter eiskaltes Wasser bereitstellen
20 Milliliter Holunderblüten-Sirup (oder mehr, oder weniger)
Fünf Pfefferminzblätter
Ein Glas Eiswürfel

In einem Krug die Pfefferminzblätter ein wenig zerdrücken (mit einem Kochlöffel - für's Aroma), Limettensaft und Holunderblüten-Sirup dazugeben, mit eiskaltem Wasser aufgiessen, Eiswürfel dazugeben.

Wer den Sirup nicht verschenkt und ihn nur schlückchenweise geniessen möchte, lagert die Flaschen im kühlen Keller. Dann hält sich der Sirup für knapp ein Jahr.

Süsse Grüsse, Marijana

Donnerstag, 19. April 2012

Frühlingsfrisch - Teil 1

Grün grün grün ... ist jetzt endlich unser Garten. Grün grün grün ... ist das was ich jetzt mag. Darum lieb' ich alles was so grün ist ...

Die Frühlingsfrische um mich herum macht mich sehr glücklich, noch ist sie zwar in den Startlöchern, aber eins ist sicher: Es wird immer besser und besser und bunter und bunter. Deshalb habe ich beschlossen eine frühlingsfrische Rezepteserie aufzuschalten.


Frühling auf dem Tisch heißt frischer Rhabarber, frische Morcheln und natürlich unbedingt auch frischer Spargel, den sogar unsere Tochter auf ihrem Tellerchen liebt. Sobald im Sortiment meines Gemüsehändlers europäischer! Spargel angeboten wird, kommt in meine Töpfe und Schüsselchen endlich wieder ein bißchen Abwechslung.



Hier mein neu erprobtes erfrischendes und leichtes Spargelrezept:


Exotischer Grüner Spargelsalat
Zutaten für 4 x Vorspeise oder 2 x Hauptgericht


copyright DieZuckerperle


1 kg     Grüner Spargel
1        Mango (mittelgroß)
1        Zwiebel (klein)
5        Blättchen frische Pfefferminze
100 g    Bio-Sprossen

Dressing


1        Limette, Saft

2 EL     Sesamöl (unbedingt das aus dem Asialaden)
2 EL     Sonnenblumenöl
4 EL     Reisessig

1 TL     Brauner Rohrzucker


1 Liter Wasser mit je einem Teelöffel Salz und Zucker in einer großen Pfanne aufkochen. Vom Spargel die Enden großzügig abschneiden, dann die Spargelstangen im Schrägschnitt in etwa 3 cm lange Stücke schneiden. Den Spargel in das kochende Wasser geben, 4 Minuten lang sprudelnd kochen, danach auf allerkleinster Stufe weitere 4 bis 6 Minuten bissfest garen (die Dauer hängt von der Dicke der Spargelstangen ab). Den Spargel in einem Sieb kalt abschrecken und abkühlen lassen.

Die Mango in kleine Würfel, die Pfefferminzblättchen in feine Streifen schneiden.Die Zwiebel ganz fein würfeln. Mit dem abgekühlten Spargel und allen anderen Zutaten in einer Schüssel sehr gut vermengen, abschmecken (je nach Gusto mehr Säure, mehr Würze ...) und im Kühlschrank für mindestens eine Stunde kühlstellen.

Auf 2-4 Tellern die Sprossen verteilen, den marinierten Spargel auf die Sprossen geben. Fertig ist eine frühlingsfrische Gaumenfreude. Guten Appetit!

Herzlichst, Marijana

Dienstag, 3. Mai 2011

Pink

Die Farbe ist bei der Mode und im Kinderzimmer unserer Tochter nicht mehr aufzuhalten. Vom niedlichem Rosa bis hin zum kräftigen Pink - die Farbschattierungen sind erfreulicherweise sehr vielseitig. Auch beim Pink Ribbon Charity Walk, den ich mit meinen Zürcher "Fründinen" im letzten Jahr in rosa Shirts mehr oder weniger sportlich absolvierte, steht die Farbe symbolisch für die Solidarisierung mit Frauen die von Brustkrebs betroffen sind. Alles in Allem eine positive und schöne Farbe, die auch in unserer Küche als frische, peppige Couleur für Kuchen und Gerichte nicht mehr wegzudenken ist. Und zwar nicht nur durch Himbeeren und Kirschsaft.

Angefangen hat die pinke Phase in unserer Küche mit einem köstlichen Risotto in diesem Farbton, das wir vor einigen Jahren bei einer Party in München kennen lernten. Dazu wurde enthäutetes, in Olivenöl knusprig angebratenes Fischfilet serviert - köstlich für den Gaumen und zugleich ein Augenschmaus. Der Clou des pinken Risottos war ganz einfach: mit den Würfelchen und dem Sud von der Roten Bete (Randen) entstand die superfrische Farbe und ein wunderbarer leicht säuerlicher (ein wenig erdiger) Geschmack. Seither kommt dieses Gericht regelmäßig auf unseren Tisch, natürlich auch, weil Rote Bete ein besonders gesundes Gemüse ist.

Die Liste unserer pink kolorierten Speisen wird immer länger: Hausgemachte Gnocchi in Pink, Ravioli in Pink, helle Süppchen mit pinken Würfelchen oder pinkem Schaum ... Grund genug also ein hübsches und zugleich frisches Rezept zu posten, das leicht zuzubereiten ist und auf der nächsten Sommer-Grillparty nicht fehlen darf. Die Rote Bete (Randen) bekommt man häufig in Supermärkten als Bioware bereits gewürfelt und verpackt im Kühlregal - ansonsten auch im Glas (meist in Scheiben).

Pink Tabouleh
4 Personen (als Vorspeise)

Copyright by "diezuckerperle"

  • 250 g    Couscous
  • 340 ml   heiße kräftige Gemüsebouillon
  • 100 ml   mildes Olivenöl
  • 1 1/2    Zitronen
  • 4 EL     frisch gehackte Pfefferminze
  • 4 EL     frisch gehackter Schnittlauch
  • 1/2      Salatgurke
  • 50 g     Schafskäse (Feta), zerbröckelt
  • 100 g    Bio Rote Bete Würfelchen, im Sud

Den Couscous in einer größeren Schüssel mit der heißen Gemüseboullion (ich nehme Instantbrühe) übergießen und etwa 10 Minuten ziehen lassen. Während dieser Zeit von einer halben Zitrone die Schale fein reiben, den Saft auspressen, die Salatgurke fein würfeln, die Kräuter hacken. Sobald der Couscous die ganze Flüssigkeit aufgesaugt hat, alle weiteren Zutaten hinzufügen und in der Schüssel gut durchrühren. Nach Wunsch mit Salz abschmecken. Kühl stellen.

Je mehr Rote Bete dazukommt, desto kräftiger wird der Farbton. Das Pink Taouleh wird mit einer ganzen Salatgurke frischer, wer's gerne mag kann noch mehr Schafskäse nehmen. Schließlich findet dann wohl jeder seine eigene Variante.

Ach ja, "PINK" zählt zu meinen Lieblings-Punk-Rock-Röhren, ihre Songs stimmen mich persönlich immer extrem fröhlich - die im Herbst veröffentlichte CD "Greatest Hits ... So Far !!!" bringt Farbe in den Alltag.

Herzliche Grüße!